Auf dem Weg vom Übungsparkplatz - an dem ich heute meine erste Motorradübungsstunde hatte - zur Fahrschule zurück stach mir ein Werbeplakat ins Auge. Bild und Text brannte sich sogleich in mein Hirn und daheim habe ich nachgegoogelt.
Gestoßen bin ich auf United Creatures, die Organisation, die diese Kampagne namens Pig-Vision gestartet hat.
Auf der Website für Pig-Vision sammeln sich Bilder und Videos über das Leben von Ferkelchen in Videos und Bildern von der Geburt bis zur Schlachtung im Mastbetrieb mitverfolgen.
Vielleicht fängt bei dem einen oder der anderen bei diesen Bildern auch ein Glöckchen namens soziale Verantwortung zu klingeln. Für diejenigen, die das noch nicht wissen: Schweine sind die Tiere, die den Menschen mitunter am meisten gleichen. Ihre Organe ähneln den unseren, sodass sie teilweise als Organspender für Menschen fungieren. Schweine sind sehr kluge und einfühlsame Tiere. Sie lieben es miteinander zu kuscheln, und Schnauze an Schnauze zu schlafen. Das alles natürlich unter der Voraussetzung, dass sie sich ihrer natürlichen Lebensweise gemäß entwickeln dürfen. Also so gut wie nie.
Die Pig-Vision Ferkeldoku hat mich an einen Artikel erinnert, der vor kurzem in der "Heute"-Zeitung stand. Dieser handelte von den Informationsfilmen des VGT, die des nachtens am Stephansplatz gezeigt werden und über die es einige Beschwerden gab. Von wegen eine Zumutung sich das ansehen zu müssen und sowieso und überhaupt auch noch Kinder!
Wer Tiere isst, darf hier auch nicht wegschauen. Bzw. ist es nicht viel grausamer das Produkt einer solch widerwärtigen Abschlachtung zu essen, als sie mitanzusehen? Vom Verbieten solcher Filme wird das wahre Grauen nur verschlimmert.
Und sollen Kinder nicht wissen, woher das kommt, was sie täglich auf ihren Tellern serviert bekommen? Das zu vertuschen, zu verheimlichen, oder "sie davor zu bewahren" ist meines Erachtens nach eine subtile Art ihnen die freie Entscheidung zu nehmen.
Ob so vieler unserer Kinder wohl auch noch Fleisch essen würden, wenn sie mit der Herstellung vertraut wären? Aber solang sie keinen Bezug zu dem haben, was sie zu sich nehmen, kann man ihnen ja ordentlich alles reindrücken. Nur weiter so.
Übrigens: Wen die Persönlichkeit von Schweinen und anderen "Bauernhoftieren" näher interessiert, dem lege ich Jeffrey M. Massons Buch "Wovon Schafe träumen" ans Herz.
Freitag, 14. August 2009
Kein Lebensmittel
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