In der Nacht von Montag auf Dienstag hat eine Fledermaus meinem Freund den Schlaf geraubt und ist wie wild in seinem kleinen Schlafzimmer herumgeflogen.
In der Hoffnung, dass sie den Weg hinaus findet, hat er den Tag darauf das Fenster offen stehen lassen und sie nach der Arbeit erfolglos gesucht.
Nach Sonnenuntergang ging das Spiel allerdings von vorne los. Also sind wir zu dritt ausgerückt und der Freund meiner Mama hat den Flattermann schließlich in einem mit Luftlöchern versehenen Karton gefangen.
Da das Kerlchen zu dem Zeitpunkt nicht mehr so richtig fliegen konnte, beschlossen wir, ihn zur Zentralen Notambulanz der Veterinärmedizinischen Universität, welche rund um die Uhr geöffnet hat, zu führen.
Heute bekamen wir die Rückmeldung: Bei unserem Gast hat es sich um einen männlichen Großen Abendsegler gehandelt. Er war dehydriert und stark abgemagert, da anscheinend schon einige Tage zu Besuch. Wegen des Stresses (Fledermäuse sind ziemlich sensibel) und der Schwäche konnte er nicht abfliegen.
Er wird eine Woche aufgepäppelt und dann wieder in die Freiheit entlassen.
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